Gastausstellung des Fördervereins Stadtarchiv

Archiv 2010

14.11. - 05.12.: Gebrüder Heuer & Söhne - Farbdrucke/Fotografie

Nach den "Drei Sichtweisen" der Elmshorner Künstlerfamilie Petersen (2007) in diesem Jahr nun viermal Heuer beim Kunstverein. Und auch dieser Name hat an der Krückau einen herausragenden Klang. Der in Paris lebende Barlach Heuer konnte seine unverwechselbaren Farbdrucke schon mehrfach hier zeigen; auch Arbeiten seines Bruders Gottfried, er ist ausgebildeter Graphiker und lebt seit Jahren als Psychoanalytiker in London, waren schon in Elmshorn zu sehen. Und schließlich die nächste Generation: Auch die Söhne von Barlach Heuer, Tomas und Stefan, sind in Frankreich künstlerisch aktiv. Tomas, geboren 1960, ist ein anerkannter Photograph. 2009 hatte er in der angesehenen Pariser Galerie Michel Giraud in der Rue de Seine gemeinsam mit seinem Vater eine viel beachtete Ausstellung zum Thema "Bäume".        (Eröffnung: Sonntag, 14. November, 11 Uhr, im Torhaus)

Siehe auch  "Aus den Medien": Beitrag von Dierk Wulf in den Elmshorner Nachrichten vom 13.11.2010 ! 

2. Kunstausfahrt 2010 nach Berlin

 

In Sachen Kunst fährt der KVE nach Berlin, Ziel ist die weltberühmte Museumsinsel inmitten der Hauptstadt. Das wiedereröffnete Neue Museum, das vom Schinkelschüler August Stüler 1855 vollendet wurde und jetzt unter vielen anderen Schätzen die mandeläugige Nofretete  beherbergt, werden wir besuchen; weiter locken das Ägyptische Museum und das Museum für Vor- und Frühgeschichte auf der Museumsinsel mit zahlreichen sensationellen Ausstellungsstücken. Der fast verfallenen Kriegsruine verhalf David Chipperfield (britischer Architekt) zu glanzvoller Auferstehung und beließ mit seiner "archäologischen" Sanierung die Spuren der Zeitgeschichte sichtbar - eine aufregende Mischung aus alt und neu.

Am 10. Oktober um 7:45 Uhr Abfahrt vom Torhaus am Probstendamm, um 17 Uhr beginnt die Rückfahrt aus Berlin. Preis: 40 € für Mitglieder (48 € für Gäste). Enthalten sind Busfahrt, Eintritt und Führungen. Allerdings ist der Bus schon ausgebucht!                                (frei nach Christel Storm, KVE-Vorsitzende)

07.09. - 26.09.: Katja Fischer - Forum Junge Kunst

Katja Fischer, geboren 1970 in München, lebt seit 2005 als freie Künstlerin in Nürnberg. Ihr Werk besteht aus Malerei, Zeichnung und Skulptur. Eine Nähe ihrer Arbeiten zu Film und Photographie ist unübersehbar; denn eigentlich handelt es sich bei ihren gemalten Sequenzen um „storyboards“. Den fertigen Film bekommt man allerdings nie zu sehen – er spielt im Kopf des Betrachters. Der Ausbildungsweg der Künstlerin ist vielfältig. Nach einer Tischlerlehre absolvierte sie ein Studium der Diplom-Psychologie. Erst dann wandte sich Katja Fischer der Kunst zu: 1995 - 1999 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München (Prof. Horst Sauerbruch); 1998 Studium an der Hochschule für Kunst und Design in Helsinki; 2004 - 2005 erneut Studium an der Akademie der Bildenden Küste in München (Prof. Anke Doberauer). Mehrere Preise, darunter im Jahre 2000 den Kunstpreis der bayrischen Staatsregierung.

Katja Fischer

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04.09.10 - 10 bis 13 Uhr: Kunstflohmarkt vor dem Torhaus

 

Der Kunstverein Elmshorn (KVE) lädt ein zum

3. Kunstflohmarkt vor dem Torhaus Elmshorn

am Samstag, dem 4. September 2010 von 10 bis 13 Uhr.

Verkauf von Kunstplakaten und Katalogen

Tombola mit vielen Buchpreisen und weiteren Überraschungen

Puzzle für Kinder

Waffeln und Getränke

25.08.10 - 20 h: Außerordentliche Mitgliederversammlung

 

Frau Christel Storm lädt die Mitglieder des KVE zum

25. August um 20 Uhr ins Torhaus Elmshorn

 zu einer Außerordenlichen Mitgliederversammlung ein. Als einziger Tagesordnungspunkt ist vorgeschlagen:

Vorstellungen und Alternativen für den Erhalt des Gesamtskulpturengartens

Aus einem Wettbewerb um die Neugestaltung der Elmshorner Innenstadt gingen die Architekten Hendrik Welp und Harald Nold als Sieger hervor, zusammen mit Frau Silke Faber und Volker Hatje von der Stadt Elmshorn werden sie Ihnen Rede und Antwort stehen.

Um zahlreiches Erscheinen wird herzlich gebeten 

15.08. - 02.09.: The Beijing View

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Junge  Kunst aus dem Reich der Mitte

Eine Gemeinschaftsausstellung an den drei Orten Elmshorn, Pinneberg und Barmstedt in Zusammenarbeit mit KiC (Kunst in der Carlshütte, Büdelsdorf).

In Elmshorn wird diese Ausstellung außerhalb des regulären Programms in der Zeit vom 15. August bis zum 2. September 2010 im Torhaus gezeigt. Die Eröffnung findet am

Sonntag, dem 15. August 2010 um 11 Uhr

im Torhaus Elmshorn statt.

Die nebenstehende Abbildung haben wir mit der freundlichen Genehmigung der KiC aus dem Einladungsfaltblatt übernommen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presseerklärung in der Rubrik "Aus den Medien"

30. 05. - 06.06.: KUNST AUF DEM BUCH

 

Als Beitrag zur Leseaktion der Stadt Elmshorn veranstaltet der Kunstverein die Ausstellung

Kunst auf dem Buch

Gezeigt werden Bücher und Plakate des Diogenes-Verlags aus Zürich, bei denen die Buchumschläge in besonderer Weise einen Bezug zu Kunstwerken aufweisen oder sogar diese Kunstwerke direkt einbinden. Bei der Eröffnung hat Christl Storm (Frau Barbara Lutz mußte den Termin absagen) mit einem Einblick in die Gestaltung der Buchumschläge des Verlages in die Ausstellung eingeführt. Die Exponate sind noch

bis Sonntag, den 6. Juni  2010 im Torhaus

zu sehen.

Unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek führt die Stadt Elmshorn sowie namhafte Firmen und Organisationen die genannte Aktion "Elmshorn liest ein Buch" durch.

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Ausstellung im KVE zu "Elmshorn liest ein Buch"

 

Im Rahmen der städtischen Aktion "Elmshorn liest ein Buch" stellt der Kunstverein Elmshorn vom 30. Mai bis zum 6. Juni 2010 Buchumschläge des Diogenes-Verlages unter dem Titel "Kunst auf dem Buch" aus. 

------>  Ausstellungen & Termine

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Kunst auf dem Kinderkulturfest

Kunst probieren!"  -  Nächster Termin:

  Sonntag, den 09.05.2010 - 14:00 Uhr 

(in der Bismarckallee beim Kinderkulturfest) 

-->    Ausstellungen & Termine

18.04. - 09.05.: Otto Quirin - Malerei

Otto Quirin ist ein Weltenbummler: Geboren 1927 in Mönchengladbach, lebt er heute in Hamburg. Quirin studierte zwischen 1948 und 1955 freie Malerei, Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Düsseldorf, in Bremen und in Hamburg. Schon in dieser Zeit wurden ihm erste Preise zugesprochen: 1950 der Förderpreis des Bremer Senats, 1954 der Förderpreis des Hamburger Senats. An der Elbe begann auch seine Karriere als Lehrer und Kunsterzieher (Gymnasium Oberalster). Von 1966 bis 1970 lebte Quirin in Chile, wo ihm der chilenische Kritikerpreis zuerkannt wurde. 1978 zog es den Künstler nach Europa zurück; bis 1984 lebt er in Spanien, noch heute hat er in Blanes (Katalonien) ein Atelier. Otto Quirins Malerei vereinigt Strömungen einer von Kandinsky und Ernst Wilhelm Nay (dessen Schüler er war) geprägten Moderne. Seine Bilder, die bei mehr als 200 Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen waren, werden der Lyrischen Abstraktion zugeordnet. (Eröffnung: Sonntag, 18. April, 11 Uhr, Sparkasse Königstraße).

1. Kunstausfahrt 2010 - Emden

  
1. Kunstausfahrt 2010 des Kunstvereins
Wir besuchen die Ausstellung "Realismus - Das Abenteuer der Wirklichkeit. Courbet - Hopper - Gursky" in der Kunsthalle der Stiftung Henri und Elske Nannen in Emden. Die umfangreiche Ausstellung mit rund 180 Werken von mehr als 100 internationalen Künstlern und Künstlerinnen spannt einen weiten Bogen vom Realismus des 19. Jahrhunderts über die neue Sachlichkeit, die Pop-Art und den Photorealismus der sechziger Jahre bis zu realistischer Kunst der Gegenwart.

Wir treffen uns am

25. April 2010 - 8:00 Uhr am Torhaus,

dort wird dann auch der Bus stehen; etwa um 17 Uhr treten wir die Rückfahrt an.

Im Preis von 28 € (Nichtmitglieder 35 €) sind Busfahrt, Eintrittsgeld und Führung enthalten. Anmeldung durch Überweisung auf das Konto Nr. 37370 (BLZ 22150000) des KVE bei der Sparkasse Elmshorn. Es sind nur noch  wenige Plätze verfügbar!

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Jahreshauptversammlung 2010

  

 Einladung zur Jahreshauptversammlung 2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit lade ich Sie, die Mitglieder des KVE, im Namen des Vorstandes zur JHV 2010 am Dienstag, den 23. März 2010 um 20 Uhr ins Torhaus ein.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Tätigkeitsbericht des Vorstandes
  3. Bericht der Kassenprüfer
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Wahlen
  6. Skulpturengarten: Planungen und Zukunft
  7. Verschiedenes

Im Anschluß möchte ich Sie gerne zu einem kleinen Umtrunk einladen.

Mit freundlichen Grüßen

                                  gez. Christel Storm

 

21.02. - 14.03.: Rolf Meyn - Aquarelle

Ältere unter den Elmshorner Kunstfreunden werden sich gerne erinnern: Rolf Meyn war schon einmal mit seinen Bildern bei uns im Torhaus zu Gast. Das war 1989; aus Anlaß seines 80. Geburtstages kommt er nun wieder. Meyn kann auf ein reifes, reiches Werk blicken, hat einen fruchtbaren künstlerischen Weg zurückgelegt, den der 1930 in Lüneburg geborenen Künstler in Hamburg betrat, wo er bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste studierte. Sein Lehrer war Alfred Mahlau, der so viele herausragende Künstler mit dem Rüstzeug für eine Karriere versah. Gleich nach dem Studium trat Rolf Meyn als freischaffender Künstler hervor; seine Arbeitsschwerpunkte sind Zeichnung, Aquarell und Radierung, Techniken, in denen er es zu weithin anerkannter Meisterschaft gebracht hat. Rolf Meyn lebt in Hamburg und in der Provence, wo er seit 1981 ein Atelier hat. Seine Arbeiten waren bei vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.  

Dazu schreibt Dierk Wulf am 18.02.2010 in den Elmshorner Nachrichten: 

Im Wechselspiel des Lichts
Rolf Meyn stellt beim Kunstverein Elmshorn aus


Die Geschichte der Aquarellmalerei ist lang. Bereits die alten Ägypter hantierten  mit Wasserfarben, später kamen sie bei den mittelalterlichen Buchmalern zum Einsatz. Die Kunst des 19. Jahrhunderts in England ist ohne sie nicht vorstellbar, und die deutschen Romantiker schätzten aquarellierte Zeichnungen über alles. Im 20. Jahrhundert  waren es  Expressionisten wie Emil Nolde, Christian Rohlfs oder Karl Schmidt-Rottluff, die neue Schwerpunkte in der Aquarellmalerei setzten. Der Maler, Zeichner und Radierer Rolf Meyn steht mit seinen Arbeiten also in einer großen, reichen Tradition. Davon kann man sich jetzt beim Kunstverein Elmshorn überzeugen. Am kommenden Sonntag, dem 21. Februar, 11 Uhr, wird im Torhaus eine Ausstellung mit mehr als 40 teils großformatigen Aquarellen des Hamburger Künstlers eröffnet, der 1988 schon einmal hier ausstellte. Zu sehen sind die farbintensiven Meisterwerke bis zum 14. März.
Rolf Meyns großes Thema ist die Landschaft. Das Beobachten und Erleben von Natur spielt eine zentrale Rolle für sein Schaffen. Wenn er auf dem Blick-Fang nach Motiven durch Feld und Wald, entlang an Küsten und Flussufern schnürt, ist der Skizzenblock immer dabei. Die Ausarbeitung des Bildes erfolgt im Atelier; das kann im heimatlichen Hamburg sein oder auch in der Provence, wo der Künstler seit 1981 ein weiteres Domizil sein eigen nennt. Die Arbeit im Atelier ermöglicht ihm eine absolute Konzentration.
Dabei geht es dem Künstler keineswegs um die genaue Wiedergabe des in der Natur Gesehenen. In der Stille seiner Werkstatt schafft er Farbharmonien, durch die er die Erscheinungen der Wirklichkeit in eine poetische Sphäre erhebt. Als ginge es Meyn um die Schaffung von Atmosphäre, bannt er die Wechselspiele des Lichtes und der Luft auf Papier. Dabei lösen sich die Gegenstände auf, werden immer wieder zu geradezu dramatischen Visionen gesteigert. So kann nur ein Maler arbeiten, der aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpft.
In der Elmshorner Ausstellung, die aus Anlass des 80. Geburtstages gezeigt wird, gibt es dafür viele Beispiele, etwa das atemberaubende, Flammen sprühende "Gomorrha", die kraftvollen, zum Themenkreis "Im Gebirge" zählenden Arbeiten oder auch die hoch aufragende "Kathedale". Heimische Landschaften wie die "Bedrohte Marsch" werden von düsteren Wolkentürmen dominiert. Immer wieder lässt der Künstler abstrakte Elemente einfließen, wird freier in seiner Formensprache und setzt ganz auf die Wirkung der Farben. Dafür stehen Arbeiten wie "Blick ins Tal", "Sonnenlandschaft" oder - besonders typisch - "Orange/verwirbelt".
Rolf Meyn wurde 1930 in Lüneburg geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Alfred Mahlau. Seit 1956 ist er freischaffend als Künstler tätig. Die Torhaus-Ausstellung wird am Sonntag um 11 Uhr mit einer Einführung durch den Hamburger Kunsthistoriker Dr. Carsten Meyer-Tönnesmann eröffnet.                                             Wu.

 

17.01. - 07.02.: Manfred Kiecol - Arbeit auf Leinwand und Papier

Im Nordwesten der Republik ist der Name Manfred Kiecol den Kunstfreunden seit Jahrzehnten vertraut. Aber auch in Berlin, Hamburg, München oder Amsterdam hat er seine Bilder und Objekte bereits ausgestellt. Nun kommt der in Blumenthal an der Unterweser geborene und heute in Bremen lebende Künstler nach Elmshorn, um im Torhaus seine stillen, abstrakten Arbeiten zu zeigen, die sich durch "Abstand von der Vielfarbigkeit, Einfachheit der Bildkomposition, simpelste Gliederung in Flächen und Formen" (Kiecol) auszeichnen. Seine Bilder faßt der Künstler bevorzugt in Werkgruppen zusammen. Das Studium der Malerei und der freien Graphik absolvierte Manfred Kiecol von 1959 bis 1964 an der Akademie der bildenden Künste in München und an der Hochschule für Gestaltung in Bremen. Bilder des Künstlers finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, er wurde mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. (Eröffnung: Sonntag, 17. Januar 2010, um 11 Uhr im Torhaus)

Pressestimmen

 

Veröffentlichung in den "Elmshorner Nachrichten" vom 13.11.2010 anläßlich der Eröffnung der Ausstellung "Die Heuers" in den Räumen des Kunstvereins im Torhaus Elmshorn:

 

Ein Familientreffen der besonderen Art

Fünfmal Heuer beim Kunstverein Elmshorn

  

Elmshorn. 60, 70, 80 – der in Paris lebende Künstler Barlach Heuer kann sich darauf verlassen: Alle zehn Jahre wird ihm in seiner Heimatstadt Elmshorn eine Einzelausstellung ausgerichtet, jeweils zu seinen  „runden“ Geburtstagen. So auch jetzt wieder. Aber diesmal ist alles anders. Die Präsentation anlässlich seines 80. Geburtstages  (am 22. November) wird eine Gruppenausstellung der besonderen Art sein. Zur Eröffnung morgen, am Sonntag, um 11 Uhr beim Kunstverein, werden sich gleich fünf Künstler mit dem Nachnamen Heuer im Torhaus vorstellen. Neben dem Senior mit dem ungewöhnlichen Vornamen Barlach sind dies sein in London lebender Bruder Gottfried, seine Söhne Stefan und Tomas sowie Ana, die Frau seines Neffen.

Im Domizil des Kunstvereins an der Krückau dürfte es eng werden. Zahlreiche Sammler und Freunde der Künstlerfamilie habe sich zur Eröffnung der Bilderschau „Die Heuers“ angesagt. Ihr besonderes Interesse dürfte den großartigen Holz- und Linolschnitten Barlach Heuers gelten, die bereits Kunstkenner u. a. in Kopenhagen, Barcelona, Montreal, Tokio und natürlich immer wieder in Paris begeistert haben.

Geboren wurde Barlach Heuer 1930 in Elmshorn, im Haus Feldstraße 31. Später zog die Familie an den Moordamm. Der Vater, Alfred Heuer, war von 1909 bis 1946 Studienrat an der Bismarckschule. Seine ganze Liebe galt der modernen Kunst, ein Thema, über das der Expressionismus-Experte und –Sammler auch immer wieder publizierte.

Heuer war mit bedeutenden Künstlern befreundet oder gut bekannt, so mit Emil Nolde (1867-1956), Christian Rohlfs (1849-1938) und besonders mit Ernst Barlach. Von dem Werk des 1870 in Wedel geborenen Bildhauers und Dramatikers zeigte der sich der Elmshorner Schulmeister derart fasziniert, dass er und seine Frau Johanna beschlossen, ihm zu Ehren ihrem zweiten Sohn den Vornamen Barlach zu geben. „ . . . was ich in meiner Eigenschaft als Pate Ihrem Jüngsten zuteilen kann, soll freudig geschehen, es ist eine Ehrung für mich, die von Ihnen überraschender nicht ersonnen werden konnte . . .“ schrieb Ernst Barlach am Neujahrstag des Jahres 1931 aus Güstrow nach Elmshorn.

1952, nach einer bei der Firma Eugen Bühler auf Klostersande absolvierten Tischlerlehre sowie einem kurzen Besuch der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, zog es Barlach Heuer  nach Paris, wo er seine Frau Laurence kennen lernte und eine Familie gründete. In Paris lebt Heuer, der sich auch einen Namen als Kenner und Sammler von Jugendstilglas und Art Deco-Schmuck machte, noch heute, mitten im ehemaligen Künstlerquartier Montparnasse.

Sein jüngerer Bruder Gottfried Heuer, geboren 1944 in Elmshorn, studierte von 1965 bis 1968 an der Akademie für Grafik in Berlin. Dem schloss sich bis 1974 ein weiteres Studium an der Hochschule für Bildende Künste und an der Universität in Hamburg an (Erstes Staatsexamen Kunsterzieher, Erstes Staatsexamen Germanistik). Mitte der siebziger Jahre kehrte auch Gottfried Heuer Deutschland den Rücken, er wurde in London ansässig, wo er heute als Psychoanalytiker, Forscher und Privatgelehrter international aktiv ist. Im Torhaus wird er Fotografien seiner Stein-Balancen zeigen und eine Einführung in die Ausstellung geben.

 

Mit Steinbalancen, „die sich wie mineralische Wächter aufrichten“, beschäftigt sich auch der vor 55 Jahren in Paris geborene Stefan Heuer, während sein fünf Jahre jüngerer Bruder Tomas sich in Frankreich einen Namen als Fotograf gemacht hat. Bekannt sind die Baum-Fotografien des auf Korsika lebenden Künstlers. Ana Heuer stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien und studierte Textildesign an der Kunstschule in Nova Sad. Seit 1990 lebt sie in Deutschland. Sie stellt in Elmshorn einige ihrer farbintensiven Acrylbilder aus (bis 5. Dezember, Dienstag bis Freitag 10-12 Uhr und 16-18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 11-13 Uhr).                  Dierk Wulf

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Pressemitteilung

The Beijing View

Junge Kunst aus dem Reich der Mitte

15.8. – 17.10. 2010

Pinneberg, Juli 2010  -  Im Zeitraum August bis Oktober 2010 präsentiert die Stiftung Landdrostei in Zusammenarbeit mit der Kunst in der Carlshütte gGmbH, dem Kunstverein Elmshorn und der Galerie Atelier III zeitgenössische Kunst aus China. Die Ausstellung „The Beijing View“ wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CHINA TIME Hamburg 2010“ parallel an drei Orten in der Metropolregion Hamburg gezeigt: Die Drostei (Pinneberg), Torhaus (Elmshorn) und Galerie Atelier III (Barmstedt). Zu sehen sind Malerei, Fotografie und Bildhauerei aus dem Großraum Peking. Die Gemeinschaftsausstellung wird realisiert mit Mitteln der Kulturförderung des Kreises Pinneberg und ist das zweite „Leuchtturmprojekt“ des Kreises Pinneberg. Der Ausstellungszyklus beginnt am 15. August um 11 Uhr mit der Vernissage im Torhaus Elmshorn. Die weiteren Ausstellungsteile werden am 22. August um 11 Uhr in der Drostei Pinneberg und am 28. August in der Galerie Atelier III in Barmstedt eröffnet.

Die Gruppenausstellung „The Beijing View“ bietet einen Einblick in Positionen und Tendenzen der zeitgenössischen chinesischen Kunst. Wenngleich sich die Techniken, der Grad der Abstraktion und die Symbolik sehr stark unterscheiden, ist ein Großteil der Arbeiten gegenständlicher Natur, häufig mit eindeutigen Bezügen zur Geschichte und Kultur Chinas, aber auch zur internationalen Kunstgeschichte und zu aktuellen Themen von globaler Bedeutung. Der Titel der Ausstellung "The Beijing View" bezieht sich auf die Herkunft der beteiligten Künstler: Sie stammen alle aus dem Großraum Peking. Ihr spezifischer Blick auf die Kunst und auf die Welt steht im Fokus der Ausstellung. Einige der Werke wurden bereits im Rahmen der „Nord Art“ 2008 und 2009 in Deutschland gezeigt. Ergänzend wurden verschiedene Arbeiten gezielt ausgewählt, die bisher noch nicht außerhalb Chinas zu sehen waren. Die Schau gibt einen Einblick in das aktuelle künstlerische Leben der chinesischen Hauptstadt und präsentiert die Sichtweisen und die Ausdrucksformen der Pekinger Kunstschaffenden. Somit bietet „The Beijing View“ einen Überblick über das Werk einiger der wichtigsten zeitgenössischen Bildenden Künstler aus dem Reich der Mitte.Die unabhängige Kunstszene Chinas entwickelte sich erst nach dem Ende der Mao-Ära mit der einsetzenden Reformpolitik Ende der 1970er Jahre. Trotz der weiterhin schwierigen Bedingungen explodierten hier in den letzten Jahren förmlich Angebot und Nachfrage zeitgenössischer Kunst. Die Künstlerinnen und Künstler haben sowohl die traditionell chinesischen wie die westlichen Themen und Techniken studiert, teilweise adaptiert und bedienen sich ihrer in virtuoser Weise. Dabei setzen sich viele der Künstler in ihren Arbeiten mit der eigenen gesellschaftlichen und politischen Historie sowie der chinesischen Kunstgeschichte auseinander, die auf jahrhundertealte Traditionen zurückblicken kann, zu der aber auch der bis in die späten 70er Jahre vorgeschriebene sozialistische Realismus gehört. Gerade diese beiden Pole erklären, warum die gegenständliche Malerei einen besonders im Vergleich zur europäischen und amerikanischen Kunst sehr hohen Stellenwert einnimmt. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Auseinandersetzung mit der westlichen Kunstgeschichte, die häufig ironisch reflektiert wird. Vor allem jedoch sind die enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen Chinas der letzten Jahre Themen der Pekinger  Avantgarde-Kunst. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf dem Verhältnis von Individuum und Kollektiv in einem Staat, der gleichermaßen von kommunistischen Idealen und vom modernen Kapitalismus geprägt ist.In dieser Gemeinschaftsausstellung werden rund 100 aktuelle Arbeiten von 29 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Plastik präsentiert, die in den Jahren 2003 bis 2010 entstanden sind. Unter anderem sind dies Werke von Yao Junzhong, Qi Baicheng, Yun Gule, Guo Wanbao, Huan Zichiun, Ren Rong, Cheng Zhiguang, Ren Hui, Cai Fujun, Yang Tau und Huang Yan.

Kuratoren der Ausstellung sind Wolfgang Gramm, der Initiator und Kurator der „Nord Art“ und der Geschäftsführer und künstlerische Leiter der Stiftung Landdrostei, Stefan Dupke.       

15. August – 2. September  Kunstverein Elmshorn e.V.

Torhaus, Probstendamm   25335 Elmshorn         www.kunstverein-elmshorn.de 

Di – Fr: 10-12 und 16-18 Uhr   Sa + So: 11-13 Uhr 

Eröffnung: 

So. 15. August, 11 Uhr  im Torhaus / Kunstverein Elmshorn e.V. 

Begrüßung:    Christel Storm (Vorsitzende Kunstverein Elmshorn)

Grußwort:        Kreispräsident Burkhard E. Tiemann 

Einführung:     Stefan Dupke und Ren Rong 

Der Ko-Kurator Wolfgang Gramm ist anwesend


CHINA TIME Hamburg 2010:

Die Veranstaltungsreihe CHINA TIME Hamburg ist eine Initiative des Hamburger Senats, mit der die Hansestadt seit 2006 ihre europaweit herausragende China-Kompetenz alle zwei Jahre einem breiten Publikum präsentiert. Ein abwechslungsreiches Programm mit Veranstaltungen zu Politik, Gesellschaft und Recht, Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft und Umwelt, Kultur, Kunst und Lebensart sowie Sport und Gesundheit soll über das Reich der Mitte und Hamburgs langjährige und enge Beziehung zu China informieren. Zahlreiche regionale und überregionale Institutionen, Unternehmen, Stiftungen, Initiativen, Vereine und Verbände beteiligen sich mit Vorträgen, Podiumsrunden, kulturellen Projekten und praktischen Angeboten an der Veranstaltungsreihe. CHINA TIME Hamburg 2010 findet in diesem Jahr vom 9. bis 25. September statt.

Mehr Informationen unter www.chinatime-hamburg.de 

Die Nord Art – weltoffener Norden

Sie ist die größte Kunstausstellung Nordeuropas und findet in einem ungewöhnlichen Ambiente statt: die Nord Art, das zeitgenössische Panorama internationaler Maler, Bildhauer, Installationskünstler und Fotografen. Veranstaltet von der KiC – Kunst in der Carlshütte, beeindruckt die Nord Art nicht nur durch die Größe ihrer Ausstellungsfläche, sondern auch durch ihren internationalen Charakter. Während die Nord Art für die einen „ein bunten Querschnitt aktueller Gegenwartskunst“ (Kunstforum) ist, wird sie von anderen als bis ins Kleinste komponierte Gesamtkunstwerk geschätzt, das die internationalen Kunstwerke in einen ebenso erhellenden wie spannenden Zusammenhang setzt.Der Ausstellung geht das internationale KiC-Symposium für Bildhauer und Maler voraus, in dem Kontakte geknüpft werden, Fachwissen vermittelt und großformatige Werke direkt für die Nord Art entstehen. Als deren Bühne fungiert die ehemalige Eisengießerei der Carlshütte mit 20.000 Quadratmeter Innenfläche. Im umgebenden Park sind noch einmal 60.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche für skulpturale Projekte vorhanden. Doch oft werden zusätzlich auch noch öffentliche Plätze im Stadtgebiet mit einbezogen, um gerade großformatige Arbeiten angemessen zu präsentieren.Initiator und Kurator der Nord Art ist der Maler und Bildhauer Wolfgang Gramm, der die Kunst in der Carlshütte gGmbH in Büdelsdorf seit vielen Jahren als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer leitet.  

Weitere Informationen unter  www.kic-nordart.de

 

Zur Ausstellung von Otto Quirin in der Sparkasse Elmshorn und im Torhaus (18.04. bis 09.05.10) erschien in den EN der folgende Beitrag:

Otto Quirin beim Kunstverein Elmshorn


Elmshorn "Etwas Schönes" möchte Otto Quirin den Menschen vor Augen führen, "denn die sind von den Nachrichten genug gepeinigt." Um das zu erreichen, bedient der Hamburger sich der Kunst. Er ist Maler, ein ebenso angesehener wie anerkannter. Von der herausragenden Qualität seines Schaffens kann man sich zurzeit im Torhaus sowie in der Galerie der Sparkasse überzeugen, wo der Kunstverein Elmshorn Bilder des Künstlers zeigt, die in den letzten dreißig Jahren entstanden sind.
Der 1927 in Mönchengladbach geborene Quirin kann auf ein jahrzehntelanges Schaffen zurückblicken. In seinen Bildern finden sich folglich viele Bezüge zur Kunst der klassischen Moderne. "Seine Bilder spiegeln eine intensive Auseinandersetzung mit künstlerischen Techniken sowie Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts wider", so die Hamburger Kunsthistorikerin Katherina Koester anlässlich der Ausstellungseröffnung. "Zu seinen Vorbildern zählt er die Werke von Klee, Kandinsky, Miro, Mondrian, dem Erzähler Chagall, aber auch von Chaim Soutine und Wols."
Viele Jahre seines Lebens verbrachte der Künstler im Ausland. Von 1966 bis 1970 hielt er sich in Chile auf, in Spanien lebte er von 1978 bis 1984. In Chile traf er den Nobelpreisträger für Literatur Pablo Neruda und porträtierte den damaligen Präsidenten Salvador Allende.  Vielfach finden sich Spuren dieser Reisen in seinen Bildern. Wenn zum Beispiel der Buchstabe "E" auftaucht, steht er für "Esperanza", Hoffnung. Neben seiner Hamburger Wirkungsstätte betreibt der Künstler heute noch ein Atelier in Katalonien.
Wichtig sind ihm die Bildtitel. "Titel sind für mich unverzichtbar", sagt Otto Quirin, "sie weisen hin auf das Gestaltungsziel. Zum Eingang in das Bild ist er der Schlüssel. Ein Dialog wird so erleichtert." Bilder wie "Komposition mit Fuge" oder "Impromptu" weisen auf Quirins Liebe zur Musik hin.
"La pintura vive" - die Malerei lebt - war eine frühere Quirin-Ausstellung überschrieben. Die Elmshorner Bilderschau ist eine weitere Bestätigung für diese Feststellung (bis 9. Mai, im Torhaus: Dienstag bis Freitag 10-12 Uhr und 16-18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 11-13 Uhr, in der Sparkasse während der allgemeinen Öffnungszeiten).                                           Wu.

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Zur Ausstellung von Rolf Meyn im Torhaus (21.02. bis 14.03.2010) schreibt Dierk Wulf am 18.02.2010 in den Elmshorner Nachrichten: 

Im Wechselspiel des Lichts
Rolf Meyn stellt beim Kunstverein Elmshorn aus


Die Geschichte der Aquarellmalerei ist lang. Bereits die alten Ägypter hantierten  mit Wasserfarben, später kamen sie bei den mittelalterlichen Buchmalern zum Einsatz. Die Kunst des 19. Jahrhunderts in England ist ohne sie nicht vorstellbar, und die deutschen Romantiker schätzten aquarellierte Zeichnungen über alles. Im 20. Jahrhundert  waren es  Expressionisten wie Emil Nolde, Christian Rohlfs oder Karl Schmidt-Rottluff, die neue Schwerpunkte in der Aquarellmalerei setzten. Der Maler, Zeichner und Radierer Rolf Meyn steht mit seinen Arbeiten also in einer großen, reichen Tradition. Davon kann man sich jetzt beim Kunstverein Elmshorn überzeugen. Am kommenden Sonntag, dem 21. Februar, 11 Uhr, wird im Torhaus eine Ausstellung mit mehr als 40 teils großformatigen Aquarellen des Hamburger Künstlers eröffnet, der 1988 schon einmal hier ausstellte. Zu sehen sind die farbintensiven Meisterwerke bis zum 14. März.
Rolf Meyns großes Thema ist die Landschaft. Das Beobachten und Erleben von Natur spielt eine zentrale Rolle für sein Schaffen. Wenn er auf dem Blick-Fang nach Motiven durch Feld und Wald, entlang an Küsten und Flussufern schnürt, ist der Skizzenblock immer dabei. Die Ausarbeitung des Bildes erfolgt im Atelier; das kann im heimatlichen Hamburg sein oder auch in der Provence, wo der Künstler seit 1981 ein weiteres Domizil sein eigen nennt. Die Arbeit im Atelier ermöglicht ihm eine absolute Konzentration.
Dabei geht es dem Künstler keineswegs um die genaue Wiedergabe des in der Natur Gesehenen. In der Stille seiner Werkstatt schafft er Farbharmonien, durch die er die Erscheinungen der Wirklichkeit in eine poetische Sphäre erhebt. Als ginge es Meyn um die Schaffung von Atmosphäre, bannt er die Wechselspiele des Lichtes und der Luft auf Papier. Dabei lösen sich die Gegenstände auf, werden immer wieder zu geradezu dramatischen Visionen gesteigert. So kann nur ein Maler arbeiten, der aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpft.
In der Elmshorner Ausstellung, die aus Anlass des 80. Geburtstages gezeigt wird, gibt es dafür viele Beispiele, etwa das atemberaubende, Flammen sprühende "Gomorrha", die kraftvollen, zum Themenkreis "Im Gebirge" zählenden Arbeiten oder auch die hoch aufragende "Kathedale". Heimische Landschaften wie die "Bedrohte Marsch" werden von düsteren Wolkentürmen dominiert. Immer wieder lässt der Künstler abstrakte Elemente einfließen, wird freier in seiner Formensprache und setzt ganz auf die Wirkung der Farben. Dafür stehen Arbeiten wie "Blick ins Tal", "Sonnenlandschaft" oder - besonders typisch - "Orange/verwirbelt".
Rolf Meyn wurde 1930 in Lüneburg geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Alfred Mahlau. Seit 1956 ist er freischaffend als Künstler tätig. Die Torhaus-Ausstellung wird am Sonntag um 11 Uhr mit einer Einführung durch den Hamburger Kunsthistoriker Dr. Carsten Meyer-Tönnesmann eröffnet.                                             Wu.

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